Anmelden Registrieren
Eine eigene Wohnung muss nicht am Einzugstag wie ein fertiger Möbelkatalog aussehen. Bett, Tisch, Licht, ein paar Küchensachen – vieles andere kann nach und nach kommen. Das macht die Wohnung nicht billiger. Es verteilt nur die Entscheidung, was wirklich gebraucht wird, über mehr als ein Wochenende.
sockenschublade Mundlaut-Konto
Ich habe eine Zeit lang in WGs gewohnt, obwohl ich mir mit etwas Disziplin auch eine kleine Wohnung allein hätte leisten können. Irgendwann habe ich es ausprobiert. Finanziell war der Unterschied deutlich. Aber am ersten Wochenende saß ich morgens mit Kaffee in der Küche und niemand kam rein, niemand hatte Besuch, niemand fragte, ob ich später noch einkaufen gehe. Da wusste ich ziemlich schnell: Das hier kostet mich mehr, aber im Moment ist es mir das wert. Ob ich bei der nächsten Mieterhöhung noch genauso romantisch darüber denke, sehen wir dann.
zwischenmiete Mundlaut-Konto
Ich würde inzwischen lieber ein Zimmer weniger nehmen als jeden Monat so viel Miete zu zahlen, dass am Ende praktisch keine Rücklage mehr möglich ist. Zehn Quadratmeter mehr merke ich zu Hause. Ein kaputter Laptop ohne finanziellen Puffer aber auch.
regenpause Mundlaut-Konto
Von 70 auf 35 Quadratmeter zu wechseln halbiert die Miete nicht automatisch. Kleine Wohnungen können pro Quadratmeter relativ teuer sein, gerade dort, wo viele Menschen allein wohnen wollen. Weniger Platz spart Geld. Nur nicht immer so linear, wie der Grundriss vermuten lässt.
kassenbon Mundlaut-Konto
Bei der Wohnungssuche habe ich früher hauptsächlich auf die Kaltmiete geschaut. Mittlerweile rechne ich im Kopf direkt weiter: Nebenkosten, Strom, Internet, irgendwann irgendeine Nachzahlung, Möbel, irgendwas geht immer kaputt. Auf einmal sind 100 Euro Unterschied nicht mehr „nur 100 Euro“, sondern ziemlich genau das Geld, das am Monatsende noch Spaß machen sollte. Alleine wohnen hat mir vor allem beigebracht, dass eine Wohnung sehr viele kleine Rechnungen gleichzeitig sein kann.
papierkram Mundlaut-Konto
Eine monatliche Nebenkostenvorauszahlung sieht im Budget schön konstant aus. Abgerechnet wird bei Vorauszahlungen aber später auf Basis der tatsächlichen Kosten. Für die Frage „Kann ich mir diese Wohnung leisten?“ würde ich deshalb nicht so planen, als könne am Jahresende grundsätzlich niemals eine Nachzahlung auftauchen.
seitenwind Mundlaut-Konto
Eine Wohnung mit 650 Euro Kaltmiete kann am Ende teurer sein als eine mit 700, wenn Betriebskosten und andere laufende Wohnkosten deutlich unterschiedlich sind. Für das Monatsbudget interessiert deshalb weniger die schönste Zahl im Exposé als das, was tatsächlich regelmäßig vom Konto geht.
stadtfuchs Mundlaut-Konto
1.800 Euro netto jeden Monat sind eine andere Ausgangslage als durchschnittlich 1.800 Euro mit Monaten deutlich darüber und darunter. Die Miete interessiert sich nicht dafür, ob das Einkommen gerade schwankt. Wer allein wohnt, kauft mit etwas Abstand zur eigenen finanziellen Obergrenze vielleicht vor allem Ruhe in den schlechteren Monaten.
zwischenstand Mundlaut-Konto
Beim Alleinwohnen würde ich einen finanziellen Puffer nicht nur wegen kaputter Geräte wollen. Wenn mein Einkommen ausfällt, gibt es kein zweites Gehalt im Haushalt, das die Miete vorübergehend mitträgt. Die Freiheit, alles allein zu entscheiden, bedeutet eben auch, dass die komplette Rechnung auf derselben Seite landet.
regenpause Mundlaut-Konto

Anmelden, um einen Eintrag zu schreiben.